DIY: Theke aus Kallax-Regalen

Wir befinden uns gerade im Umbau- und Umzugsstress innerhalb des Hauses, viele Sachen werden renoviert oder gar neu gebaut. Meine bessere Hälfte und ich sind, was Deko oder Einrichtung angeht große Fans von pinterest und IKEA.

Das Problem an der Sache ist, dass wir ganz unterschiedliche Geschmäcker haben, was Design, Aufbau u.ä. angeht. Bei diesem Projekt hatten wir aber Gottseidank mal den gleichen Geschmack.

Auf dieser Seite fanden wir über Pinterest eine tolle Idee, welche wir aber für unsere Bedürfnisse und unseren Geschmack umplanen wollten.

Vorüberlegung und grobe Planung

Wir möchten aus dem Ausgang unserer Küche heraus abgrenzend zum Esszimer eine erhöhte (Kaffee-)Theke haben. Der Eingang zur Küche ist nicht direkt an der Wand, sondern etwas versetzt, da direkt hinter der Wand die Arbeitsplatte beginnt. Also hätten wir VOR der Wand schonmal Platz für ein Kallax-Regal (2×2), was direkt neben dem Eingang zur Küche steht, welches dann an das eigentliche Thekenregal angebaut wird im 90°-Winkel. Das ganze soll aber dann nicht so „platt“ dort stehen, sondern sich ansprechend in das Wohnzimmer in Verbindung zur Küche einfügen. Also bekommt das Thekenregal (Kallax 3×4) eine Arbeitsplatte und eine Seitenverkleidung sowohl an der langen als auch an der kurzen Seite.

An der langen Seite soll die Verkleidung jedoch nicht über die komplette Breite gehen, da durch das anbringen des kurzen Regals eine Reihe von Fächern auf der Innenseite verdeckt ist. Diese beiden Fächer sind dann von vorne gesehen an der Wand und dürfen demnach nicht von der Verblendung verdeckt werden.

Die Verkleidung soll aus Sperrholzplatten bestehen, die ich mit übrig gebliebenem Laminat bekleben werde. So sieht es auf der einen Seite gut aus und die Verkleidung wird nicht durch Schuhe o.ä. total vermackt und versaut. Oben drauf wird eine Küchenarbeitsplatte mit Stützen vorne verbaut, damit alles hält.

Der Aufbau

Die Regale (3×4 und 2×2) waren relativ fix aufgebaut und nebeneinander gestellt um zu schauen, ob der Platz zwischen Regal und dem Stück Wand neben dem Eingang zur Küche passte. Danach ging es fix in den Baumarkt, um die Platten für die Verkleidung und die Arbeitsplatte sowie die Winkelhalter für die AP zu kaufen. Damit das 2×2 nicht ganz so nackt an der Wand steht entschloss ich mich, oben noch Fußleisten anzubringen, damit nicht zuviel Platz zur Wand – bedingt durch die Kacheln am Boden – übrig bleibt. Leider hatten wir dabei die falschen gekauft, dazu später mehr.

MDF-Platte mit vorgezeichnetem Gerüst des Kallax-Regals

Wie man sieht habe ich mich im Baumarkt beraten lassen und anstatt einer Sperrholzplatte sogenannte MDF-Platten gekauft, die weitaus robuster sind als Sperrholz- oder Spanplatten. Wie man (leider kaum) erkennen kann habe ich dann das „Gerüst“ des Kallax nachgezeichnet, damit ich die MDF-Platte dort an den Schnittpunkten festschrauben konnte. Das bedingte, dass ich die Punkte vorher etwas angebohrt habe, damit die Schrauben versenkt werden können. Die MDF-Platte hängt oben (hier auf dem Bild unten) 18mm (10mm MDF-Platte und 8mm Laminat) über, damit ich dort eine saubere Ecke bekomme.

Die schmale Seite des Regals wurde auch mit einer MDF-Platte verkleidet.

Die Platte an der schmalen Seite des Regals habe ich mit den eigentlichen Schrauben des Regals mit verschraubt. So musste ich das Regal nicht weiter strapazieren und mir keine Gedanken um zusätzliche Schrauben und deren Position machen

Das Laminatlegen kann beginnen

Nachdem die MDF-Platte verschraubt wurde (ich habe gut gezielt- keine der Schrauben war auf der anderen Seite ausgetreten :)) wurde das Laminat mittels Kleber auf der Platte angebracht. Damit der Kleber auch hielt, musste leider die ganze von meiner besseren Hälfte sorgsam aufgestellte Blumendekoration als Gewicht herhalten.

Blumentöpfe als Gewicht für den Kleber

Das Regal ließ ich so über Nacht stehen und trocknen, damit der – ich zitiere meinen Schwiegervater: „Kleber bombenfest wird“!.

Die schmale Seite habe ich dann in der gleichen Art und Weise mit Laminat versehen und über Mittag trocknen lassen.
Wie man auf dem ersten Bild erkennt ist die erste 3-er Reihe frei, damit diese Fächer von der Sitzseite aus nutzbar sind, dahinter verbirgt sich ja das 2×2-Regal. Nachdem der Kleber auch hier getrocknet war, stellten wir die Regale beieinander und verschraubten beide Regale erstmal an der Wand und zum Schluss miteinander. Dank der Hilfe meines Schwiegervaters ging dieses auch relativ schnell.

Kleine Stellprobe

Bevor alles miteinander verschraubt wurde, haben wir mal kurz die Arbeitsplatte aufgelegt um zu kontrollieren, ob alles soweit passt, bündig sitzt und die Gesamthöhe akzeptabel ist.

Der nächste Schritt war das anbringen der Arbeitsplatte auf dem Regal. Es wurden von unten 4 Löcher durch das Regal gebohrt und Kleber aufgetragen. Die Arbeitsplatte passte, nachdem sie bündig an der Wand lag, ganz genau auf das Regal. Die Platte wurde von unten mit Unterlegscheiben verschraubt und an der Vorderseite brachte ich dann die Winkelstützen aus dem Baumarkt an. Als vorletzter Schritt begann der Auf- und Einbau der Einsätze für die Theke. Hierbei wurden jeweils 3 Schubladen- und Türeinsätze verbaut.

Den „krönenden“ Abschluss bildeten dann Winkelleisten an den beiden Ecken der schmalen Seite und neben den 3 leeren Fächern, damit die Schnittkanten vom Laminat verborgen sind und dem ganzen ein schönes Finish geben. Das 2x2Regal hat oben drauf noch Fußleisten mit Eck- und Winkelelement bekommen.

Fazit

Dies ist mein erstes „richtiges“ DIY. Naja, eigentlich mein zweites, aber das Retro-Regal mit meinen Spielekonsolen war eher so ein Ding für zwischendurch, keine große Arbeit.
Nachdem ich, wie oben schon beschrieben, Ideen und Anreize bei Pinterest sammelte, hatte ich relativ schnell eine Idee, wie unsere Theke aussehen sollte. Ich persönlich bin kein großer Fan von Plänen, daher entstand das gesamte komplett in meinem Kopf. Dafür, dass ich handwerklich eigentlich komplett unbegabt bin, bin ich mit dem Endprodukt mehr als zufrieden – regelrecht stolz drauf.

Vielleicht kommen bald ein paar mehr DIY dazu, ich habe richtig Lust darauf bekommen.

Material und Kosten

Ich versuche hier einfach mal die Materialien und Kosten aufzulisten – keine Garantie auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.

MaterialKosten
Kallax 3×479,00
Kallax 2×224,99
Kallax Einsatz mit 2 Schubladen20,00 (3x)
Kallax Einsatz mit Tür10,00 (3x)
Arbeitsplatte (150×60)40,00
Fußleiste, weiß (2m)6,99
Verbindungselement Winkel3,90
Endstücke Fußleiste3,90
Winkelprofil, Aluminium6,99 (2x)
grobe Gesamtkosten262,76

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